20.10.2020

Jungfrau und Kind auf dem Thron im Tempel (Triptychon), Jan van Eyck, 1437

Beschreibung des Gemäldes:

Unsere Liebe Frau mit dem Baby auf dem Thron im Tempel. Triptychon – Jan van Eyck. 1437. Eichendiele, Öl. Mittelteil – 27,5 x 21,5, Seite – 27,5 x 8
Diese kleine Arbeit ist ein wahres Meisterwerk der niederländischen Kunst des 15. Jahrhunderts. Im zentralen Teil des Triptychons – Jungfrau Maria mit Baby im schicken Innenraum der gotischen Kathedrale, auf einem schönen geschnitzten Thron zwischen 2 Reihen mehrfarbiger Säulen aus Jaspis und Marmor sitzend.

Der linke Flügel zeigt Erzengel Mischa (“Anführer des himmlischen Heeres”), gekleidet in Kettenhemd und mit Schild, Speer und Klinge bewaffnet. Er vertritt Jungfrau und Kleinkind, den Spender, den Kunden des Triptychons. Der Name des Mannes ist nicht klar, es wird davon ausgegangen, dass er aus der genuesischen Familie von Justiniani stammt. Auf dem rechten Flügel – St. Katharina von Alexandria mit klassischen Attributen, den „Werkzeugen“ ihres Martyriums: eine Klinge in der Hand und ein Folterrad zu ihren Füßen.

Von großer Bedeutung ist der Text im Triptychon. Dies sind Zitate aus der Bibel und anderen lateinischen Maximen. Das Kind hält eine Nachricht mit dem Text, das sogenannte Paket, in der Hand: “Lerne von mir, denn ich bin sanftmütig und demütig im Herzen.” In den einzigartigen Rahmen aller Teile des Bildes wurden Inschriften angebracht. In der unteren Klammer der mittleren Tafel in lateinischer Sprache heißt es: “Johannes de Eyck vollendet und vollendet im Sommer des Herrn 1437. Wie ich es geschafft habe.” Diese Worte konnten erst 1958, fast 500 Jahre nach der Erschaffung des Triptychons, gelesen werden! Früher glaubte man, dass das Werk zu einer verfrühten Phase des Meisterwerks gehört.

Aufgrund der geringen Größe des Werks konnte der Eigentümer es transportieren. Die Technik des Künstlers besticht durch ihren filigranen Charakter: Es wurden kleine Details ausgeschrieben, die nur durch eine Lupe zu sehen sind. Bei alledem zeigt der Anstieg weder den ersten unsicheren Abstrich noch den kleinsten Fehler in der Figur."

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